''Prolog'' Ding Dong! Die Klingel. Endlich. Während alle schon ihre Taschen packen, erinnert die Lehrerin noch einmal an die Hausaufgaben: //„Denkt dran, ich möchte, dass jeder bis Montag einen Aufsatz darüber schreibt, was der Beschluss des Stadtrates für die jüdische Gemeinde bedeutet hat.“// Doch das höre ich kaum noch. Ich denke: //‚Pff, was ein langweiliges Thema‘.// Mittelalter, da habe ich an Burgen, Ritter und Prinzessinnen gedacht, aber doch nicht an irgendwelche blöden Stadträte. Außerdem habe ich eh gar keine Zeit für Hausaufgaben. Meine Mutter hat einen neuen Job bekommen, etwas weiter weg, und nun überlegen meine Eltern, umzuziehen. Haben sie überhaupt schonmal daran gedacht, was das für mich bedeutet? Ich habe doch hier meine Freunde und meine Lieblingsorte. Dieses Wochenende gebe ich alles, um sie umzustimmen! Ich muss nur noch überlegen, wie ich das am besten anstelle. Aber da fällt mir noch was ein… Während ich so in Gedanken bin, habe ich gar nicht gemerkt, dass mein Schnürsenkel auf ist. Und da ist es auch schon passiert. Ich trete volle Kanne drauf, stolpere und falle zu Boden. Autsch! Als ich nach oben schaue, sieht irgendwie alles anders aus. Die Straße, die eben noch geteert war, ist auf einmal kaum mehr als ein festgetrampelter dreckiger Weg. Die Häuser um mich rum sind alle aus Holz. Und was ist das für ein Gestank? (b4r:"solid")+(b4r-colour:white)[//Tutorial: Am Ende der Seite kannst du entweder eine Entscheidung treffen, oder du hast sowie jetzt nur die Möglichkeit, weiter zu gehen.//] [[Weiter->Szene 1]] Auf einmal reicht mir jemand eine Hand. Ich greife zu und stehe auf. Vor mir steht ein Junge in meinem Alter, aber er hat ganz seltsame Kleidung an, eine enge Hose, darüber eine Art weiter Pullover aus schwerem Stoff, der bis zu den Knien herunterhängt und mit einem Gürtel an der Hüfte festgehalten wird, und ein spitzer Hut. //„Alles in Ordnung?“//, fragt er mich. Ich antworte: [["Ähm, ja. Aber wie bin ich hierhergekommen?"]] [["Warum hast du so komische Kleidung an?"]] [["Wer bist du?"]]//„Keine Ahnung. Gerade bin ich um die Ecke gebogen, da habe ich gesehen wie du auf den Boden geknallt bist. Das sah ganz schön übel aus.“// Ich antworte: [["Warum hast du so komische Kleidung an?"]] [["Wer bist du?"]] //„Na das könnte ich dich aber auch fragen. Ich trage ganz einfach das, was alle Juden bei uns tragen müssen, denn in der Stadt gibt es feste Vorschriften. Solche Kleidung wie deine habe ich aber noch nie gesehen.“// Ich antworte: [["Wer bist du?"]] //„Ich bin Mosche. Ich bin hier in der Stadt geboren. Meine Familie, die Epsteins, wohnt schon sehr lange hier im Haus Buchsbaum und ist ziemlich bekannt in der Stadt. Mein Onkel Nathan war sogar mal Rabbi.“// Ich wundere mich: [["Hier in der Stadt? Was meinst du? Wo bin ich hier?"]] Willkommen zu einem interaktiven Textadventure, das dich auf eine Zeitreise mitnimmt. Du wirst in das Frankfurt des Spätmittelalters versetzt, eine Zeit kurz bevor die jüdische Gemeinde in das Getto Judengasse ziehen musste. Dein Abenteuer wird durch deine eigenen Entscheidungen vorangetrieben. Jede Entscheidung kann die Geschichte in eine neue Richtung lenken, neue Möglichkeiten eröffnen oder unerwartete Herausforderungen mit sich bringen. Dein Ziel ist es, die Ereignisse positiv zu beeinflussen und vielleicht sogar die Geschichte zu verändern. Um voranzukommen, lies sorgfältig die Beschreibungen und wähle aus den verfügbaren Optionen. Dein Weg ist gespickt mit historischen Fakten, Begegnungen und persönlichen Geschichten, die dich tief in das damalige Leben eintauchen lassen. Jetzt, da du wisst, was dich erwartet, bist du bereit, die erste Seite deines Abenteuers aufzuschlagen. Lass uns beginnen! [[Beginne das Spiel->Prolog]] //„Na du bist in Frankfurt!“// //‚Frankfurt?‘//, denke ich, //‚Aber hier sieht ja alles ganz anders aus. Keine Hochhäuser, keine Autos. Könnte es etwa sein, dass ich in der Zeit zurückgereist bin..?‘// Doch bevor ich fragen kann, fängt der Junge wieder an zu sprechen: //„Ich war gestern in unserer Synagoge. Der Rabbi hat da einen Beschluss des Rats vorgelesen, dass wir unsere Häuser verkaufen und in ein Gebiet außerhalb der Stadtmauern umziehen sollen, denn sie wollen nicht mehr, dass wir hier mitten in der Stadt wohnen.“// //‚Beschluss des Stadtrates, jüdische Gemeinde?‘// denke ich, //‚darüber hat meine Lehrerin doch heute gesprochen! Das kann kein Zufall sein…‘// //„Wir möchten so gerne hierbleiben. Das ist doch unser Zuhause! Deshalb bin ich gerade auf dem Weg zum Rabbi, um ihn zu fragen, ob wir nicht doch etwas unternehmen können. Möchtest du vielleicht mitkommen?“// (set: $Quelle to "Den Ersamen, weisen und vorsichtigen Bürgermeistern, Schöffen und Rat zu Frankfurt, unseren gnädigen lieben Herren … Eure Gnaden haben uns einen Brief unseres allergnädigsten Herrn, des Römischen Kaisers, hören lassen. Auch haben sie uns dabei sagen lassen und uns zu verstehen gegeben, dass sie unsere Schul und unsere Wohnsitze wegnehmen wollen … Gnädige liebe Herren: Wir lassen Eure Gnaden untertäniglich wissen, dass uns dies sehr ungelegen ist und wir unsere Schul aus den Gründen nicht aufgeben wollen, die wir nachher darlegen werden.") Meine Antwort: [["Klar, unbedingt!"]] [["Wer ist der Rabbi?"]] [["Was soll man da schon machen?"]] Gemeinsam gehen wir in die Synagoge. Es ist ein unauffälliges Haus, viel kleiner als der Dom daneben. Es gibt hier ein paar Sitzbänke, ein Lesepult, und hinten ist so eine Art Schrank. Als der Rabbi uns sieht, freut er sich. //„Mosche“//, sagt er, //„wie schön, dich zu sehen. Was kann ich für dich tun?“// //„Seit ich gehört habe, dass wir umziehen sollen, bin ich sehr traurig. Können wir nicht etwas dagegen tun?“// //„Es ist tatsächlich nicht das erste Mal, dass der Rat uns aus unseren Häusern vertreiben will. Vor 20 Jahren gab es das schon einmal. Damals haben wir dann einen Brief an den Rat geschrieben und unsere Argumente vorgebracht, da haben sie uns doch erlaubt, hier zu bleiben.“// //„Vielleicht könnte man ja wieder einen Brief schreiben!“// //„Ja, das ist eine gute Idee. Es gibt viele gute Gründe, warum der Umzug für uns keine gute Idee ist. Und sicher hat jeder in der Gemeinde eine Meinung dazu. Du solltest dich einmal umhören und schauen, wie viele Argumente du sammeln kannst. Ihr müsst aber auch die richtigen Fragen stellen. Ich möchte euch auch gerne mehr dazu sagen.// [[Weiter->"Sehr gut, ihr zwei!"]] //"In der Gemeinde ist der Rabbi ein wichtiger Mann, denn er steht der Gemeinde vor und entscheidet bei allen Streitigkeiten. Und unser Rabbi ist Joselin. Er kommt ursprünglich aus Köln, deshalb nennen manche ihn auch Joselin Köln. Wenn jemand weiß, was zu tun ist, dann er! Also, kommst du?“// Ich antworte: [["Klar, unbedingt!"]] [["Was soll man da schon machen?"]] //„Wir dürfen zwar nicht direkt mitentscheiden, aber vielleicht gibt es doch eine Möglichkeit, dem Rat unsere Sichtweise darzustellen. Wenn du wirklich mehr darüber erfahren möchtest, musst du den Rabbi fragen. Also, kommst du?“// Ich antworte: [["Klar, unbedingt!"]] [["Wer ist der Rabbi?"]] //"Nun also zu eurer Frage: Ich habe auch schon über den Beschluss des Rates nachgedacht und einige Ideen. Also, was wollt ihr wissen?“// Ich überlege: [["Was habt ihr damals in den Brief geschrieben?"]] [[„Was könnte man denn unternehmen, um den Rat umzustimmen?“]] [[„Was können wir für den Brief unternehmen?“]] //„Wie ich dir eben gesagt habe, sind die Beschwerden nicht neu und der Rat hat schon einmal überlegt, ob er uns umsiedeln soll. Damals haben sie gesagt, dass wir zu nahe an der Kirche wohnen und deshalb den Gottesdienst stören. Aber wir konnten ihre Vorwürfe widerlegen, indem wir sie zu einer Besichtigung bei uns eingeladen haben. So wurde ihnen bewusst, dass man bei uns gar nicht sehen oder hören kann, was in der Kirche passiert."// //„Das ist ein gutes Argument. Wenn man von hier gar nicht hört, was in der Kirche passiert, wie könnte dann der Gottesdienst gestört werden?“// //„Genauso ist es!“// (set: $Argument1 to "Und uns ist nicht zweifelhaft, dass unsere gnädigen Herren auch genau wissen und daran denken, dass solche Beschwerden und Klagen bereits früher an den Kaiser … vorgebracht worden sind … und damals von Euer Gnaden Freunden besehen und geprüft wurde, dass solche Vorwürfe nicht stimmten und man in unserer Schul nicht hören oder sehen konnte, was hier in der Nähe geschehe. Daher möge es bei unseren Wohnsitzen bleiben, liebe gnädige Herren …") Ich stelle dem Rabbi die nächste Frage: [[„Was können wir für den Brief unternehmen?“]] [[„Was könnte man denn unternehmen, um den Rat umzustimmen?“]] //„Ich denke, es wäre gut, wenn diejenigen, die darüber entscheiden, erst einmal zu uns kommen und sich unsere Synagoge anschauen. Dann könnten sie uns sagen, was ihnen nicht gefällt, und wir könnten das verändern. Statt umzuziehen könnten wir so viele andere Dinge machen. Zum Beispiel die Mauern erhöhen oder die Fenster vermauern. Dann brauchen sie sich wirklich keine Sorgen machen, dass wir etwas hören oder sehen.“// //„Oder wir sorgen dafür, dass der Gemeindediener, der neben der Synagoge wohnt, nicht mehr zur Kirche raus geht, sondern hinten in der Gasse. Dann muss er nicht mehr an der Kirche vorbei gehen, um in die Synagoge zu gehen.“// //„Das sind wirklich gute Vorschläge! Euch scheint es also ernst damit zu sein, dass ihr etwas unternehmen wollt?“// //„Natürlich!“// (set: $Argument2 to "Auch … bitten wir euch flehentlich … unsere Schul und ihre Beschaffenheit zu besichtigen … und wäre es so, dass Euren Gnaden bei solcher Besichtigung etwas als schlecht an unserer Schul auffallen sollte … so sollten sie uns vergönnen, solche Mängel abzustellen und zu verändern, [namentlich] die Mauern an unserer Schul zu erhöhen und die Öffnungen gänzlich zu vermauern … auch das Haus an unserer Schul niedriger zu machen und dort keinen Ausgang mehr zu haben, sondern hinten in die Fischergasse hinauszugehen. Auch sollten Eure Gnaden bedenken, dass es gut sei, eine Mauer innerhalb der Mauern unseres Schulhofes zu errichten … so dass zwei Mauern voreinander und kein Bau dazwischen wäre und zwischen der Schul und der Gasse sehr unterschieden wäre …") Ich stelle die nächste Frage: [[„Was können wir für den Brief unternehmen?“]] //„Mosche, dein Vater ist ein wichtiger und angesehener Mann in der Gemeinde. Er kennt die Mitglieder des Rates gut, weil er häufig mit ihnen Geschäfte macht. Ihr solltet zu ihm gehen und ihm sagen, dass er schnell zu mir kommen soll. Dann schreiben wir zusammen den Brief!“// Ich rufe aus: [["Dann ist es also beschlossen!"]] //"Wir werden einen Brief schreiben und dem Rat alle Gründe nennen, warum wir nicht umziehen wollen. Wenn wir gute Argumente vorbringen, wird er es sicherlich nochmal anders überlegen. Und ihr könnt uns helfen. Jetzt geht schnell. Ich selber muss nun aber nach meinen Studenten sehen, um ihnen bei ihrem Studium des Talmud zu helfen.“// [[Weiter->Szene 2]] Mosche und ich haben die Synagoge verlassen und sind auf dem Weg zu seinem Haus. Einen Brief schreiben, das wird sicherlich nicht einfach. Wir haben zwar schon ein paar gute Argumente gesammelt, aber ob das reicht…? Besser, wir reden noch mit ein paar mehr Leuten. Plötzlich bleibt Mosche stehen, an einem Haus gleich neben der Synagoge. Am Fenster liegt etwas Käse aus. Mosche ruft ins Haus: //„Hallo, Ellechin. Sag, wie geht es dir?“// Da kommt eine Frau ans Fenster. //„Grüß dich, Mosche. Nun, ich kann nicht klagen. Das Geschäft läuft, mein Käse schmeckt gut und wird gekauft. Ich bin ja auch die einzige Käsemacherin unter uns Juden. Möchtest du auch welchen mitnehmen?“// //„Nein, heute nicht. Ich bin gerade in wichtiger Mission auf dem Weg zu meinem Vater, gemeinsam mit meinem neuen Freund.“// //„Hallo.“// Und dann frage ich: [["Warum bist du die einzige Käsemacherin?"]] [["Kannst du uns vielleicht helfen?"]] [["Warum sitzt du hier vor dem Haus und verkaufst deine Waren nicht auf dem Markt?"]] //„Wenn wir unsere Speisevorschriften einhalten wollen, müssen wir darauf achten, dass der Käse koscher ist. Das bedeutet, dass er nach den Geboten der Tora hergestellt ist. Wenn ich Käse herstelle, dann achte ich darauf, und der Rabbi überwacht, dass auch nichts schief geht.“// Ich frage weiter: [["Kannst du uns vielleicht helfen?"]] [["Warum sitzt du hier vor dem Haus und verkaufst deine Waren nicht auf dem Markt?"]] //„Das will ich gerne machen, aber momentan habe ich noch viel zu tun. Wenn ihr mir zur Hand geht, werde ich schneller fertig und kann euch unterstützen.“// Wir helfen natürlich gern. Wir packen kräftig mit an und sind nach wenigen Minuten fertig. //"Ich danke euch für die Hilfe! Momentan habe ich viel Arbeit, und dann platzt gestern auch noch die Nachricht rein, dass der Rat der Stadt uns vertreiben möchte. Aber glaubt mir, da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Das lass ich mir nicht bieten, dass ich jetzt auch noch umziehen soll!“// Ich hake nach: [["Du gibst dich also auch nicht zufrieden mit der Entscheidung?"]] [["Glaubst du wirklich, dass du dagegen was unternehmen kannst?"]] „Als jüdische Verkäuferin ist es mir nicht erlaubt, auf dem Markt Waren zu verkaufen. Es gibt ein Gesetz, nach dem ich nur in unseren Häusern und aus dem Fenster heraus Handel treiben darf.“ [["Warum bist du die einzige Käsemacherin?"]] [["Kannst du uns vielleicht helfen?"]] //„Ich glaube, dass es sehr gefährlich für uns wäre, wenn wir abseits der Stadt wohnen müssten. Es kommen ja so viele Fremde nach Frankfurt, besonders während der Messe. Und nicht alle sind uns Juden wohl gesinnt. Wenn wir dort außerhalb der Leute wohnen, könnten wir viel leichter ermordet oder beraubt werden. Oder es legt jemand einen Brand. Wie lange es dauern würde, bis der gelöscht ist, denn es kann nicht eben schnell jemand kommen und uns helfen. Ach, ich möchte gar nicht daran denken…“// (set: $Argument3 to "Aber, gnädige liebe Herren: an den Wollgraben zu ziehen, oder an eine Stelle, wo nicht ständig Leute sind und wo es nicht belebt ist, damit solltet Ihr uns nicht verstören. Falls wir außerhalb der Leute wohnten, ist zu befürchten, dass wir ermordet würden oder dass unser Besitz weggenommen würde bei Tag oder bei Nacht, oder dass mit brennendem Material Feuer gelegt oder geschossen werde, nachdem man uns ungünstig gesinnt ist. … Auch während der Messen kommen manche fremden Menschen her, bei denen zu befürchten ist, dass uns große Gewalt angetan wird. Und an solch einem Ort ist niemand, der uns zu Hilfe käme.") Ich bin mir nicht ganz sicher, wie sie das meint: [["Ruft doch die Polizei, wenn jemand euch angreift oder beraubt."]] [["Könnt ihr euch nicht selbst um alles kümmern, wenn es einen Notfall gibt?"]] //„Und wie ich das glaube! Steck mal nicht den Kopf in den Sand, wir lassen uns doch nicht einfach vertreiben! Uns wird schon noch was einfallen, den Rat umzustimmen. Gründe dafür gibt es genug… „Aber jetzt wartet mal einen Moment… Ihr habt doch eben von einer wichtigen Mission gesprochen. Worum geht es da genau?“ [[Weiter->„Aber jetzt wartet mal einen Moment… Ihr habt doch eben von einer wichtigen Mission gesprochen. Worum geht es da genau?“]] //„Die Polizei? Nein, so etwas gibt es hier nicht. Sicher, die Justizbeamten der Stadt passen auf und sorgen für Ordnung. Nur sind sie die meiste Zeit beim Rathaus. Momentan ist das kein Problem, denn das ist um die Ecke und so kommen sie oft zufällig vorbei, wenn es Streit gibt. Nur, wenn wir umziehen werden sie kaum mehr etwas unternehmen können.“// (set: $Argument4 to "Auch weiß Eure Weisheit, dass neulich ein- oder zweimal in unserer Schul und hier, wo es doch belebt ist, uns Gewalt angetan worden ist, wobei nun der Allmächtige Gott es fügte, dass drei oder vier Richter (Justizbeamte) zufällig hinzukamen und es bemerkten, was Eurer Weisheit und den Richtern noch wohl bekannt sein wird." ) [[Weiter->„Aber jetzt wartet mal einen Moment… Ihr habt doch eben von einer wichtigen Mission gesprochen. Worum geht es da genau?“]] //„Ja natürlich, soweit wir das können, machen wir das auch. Aber wir sind nicht so viele, da ist jede helfende Hand gut. Und außerdem hat es viel mehr Wirkung, wenn bei einem Streit jemand von der Stadt einschreitet und etwas sagt, als wenn wir alles alleine klären müssen. Aber jetzt wartet mal einen Moment… Ihr habt doch eben von einer wichtigen Mission gesprochen. Worum geht es da genau?“// [[Weiter->„Aber jetzt wartet mal einen Moment… Ihr habt doch eben von einer wichtigen Mission gesprochen. Worum geht es da genau?“]] //„Wir wollen wir einen Brief an den Rat der Stadt schreiben.“// //„Sehr interessant. Das ist eine gute Idee! Ihr solltet da unbedingt auch erwähnen, dass dieser Umzug für uns nicht mal eben einfach ist. Aber daran denken die reichen Leute aus dem Stadtrat natürlich nicht.“// Das macht mich neugierig: [["Warum wäre das nicht so einfach?"]] [["Was ist dein Problem mit dem Stadtrat?"]] //„Siehst du, ich mache und verkaufe nicht nur Käse, denn davon allein kann ich kaum leben. Ich treibe auch Handel. Und wenn wir nicht unter den Leuten wohnen, wer soll dann unsere Waren kaufen? Wir brauchen doch die gute Lage in der Stadt auch, um Kundschaft zu finden.“// (set: $Argument5 to "Sobald wir dermaßen außerhalb der Leute wohnen sollten, trauen wir uns nicht, uns zu ernähren, da wir ständig Handelsgeschäfte treiben müssen. Die Pfänder, die bei uns stehen, könnten wir nicht veräußern und verkaufen." ) Mosche wird ungeduldig: "Ellechin, es ist immer schön, mit dir zu babbeln, aber wir müssen wirklich weiter." [[Weiter->"Ellechin, es ist immer schön, mit dir zu babbeln, aber wir müssen wirklich weiter."]] //„Wir zahlen wirklich viele Steuern. Alle drei Jahre muss ich die Stättigkeit erneuern, also beantragen, dass ich hier in Frankfurt leben darf. Dafür muss ich dem Rat viel Geld zahlen. „Ich habe gehört, dass die Steuern in anderen Städten viel niedriger sind.“// //„So! Ich finde, wenn wir schon so viel Geld bezahlen müssen, dann sollte die Stadt uns auch beschützen und uns nicht zwingen, außerhalb der Stadtmauer zu wohnen.“// (set: $Argument6 to "Und wir wohnen hier doch unter großer, schwerer Besteuerung, stärker als irgendeine andere Judenschaft im Land. Und wir zahlen diese auch willig und gern, nachdem unsere Gnädigen Herren uns in Stand und Wesen halten und guten Treu und Glauben allzeit an uns beweisen.") Mosche wird ungeduldig: //"Ellechin, es ist immer schön, mit dir zu babbeln, aber wir müssen wirklich weiter."// [[Weiter->"Ellechin, es ist immer schön, mit dir zu babbeln, aber wir müssen wirklich weiter."]] //„Ja, geht schnell und schreibt euren Brief. Umziehen… von wegen.“// [[Weiter->Szene 3]] Nachdem wir uns von Ellechin verabschiedet haben, sind wir gerade ein paar Meter gelaufen, als uns eine Frau entgegenkommt. Sie ist sehr schlicht gekleidet und trägt einen Korb voller Wäsche. //„Das ist Mariechen, unsere Magd",// stellt Mosche vor. //"Sie wohnt bei uns und kümmert sich um den Haushalt.“// //‚Das ist ja praktisch‘//, denke ich, und frage: //„Hast du viel zu tun?“// //„Ja, das kannst du mir glauben. Den Haushalt zu führen ist nicht einfach. Kochen, Wäsche waschen, die Einkäufe erledigen und das Haus putzen, das ist viel körperliche Arbeit. Auch deshalb ist es gut, dass ich im selben Haus wohne, denn Freizeit habe ich kaum. Und jetzt, wo ihr bald umziehen sollt, frage ich mich, was ich dann machen soll. Ich werde meinen Job wohl kaum behalten können.“// //„Was meinst du? Warum ziehst du nicht auch um?“// //„Ich arbeite zwar bei Juden, aber ich selbst bin Christin. Das ist ganz normal: Viele Christen leben und arbeiten bei Juden und andersrum. Aber wenn wir jetzt getrennt voneinander wohnen sollen, dann werde ich kaum mehr als Magd in einem jüdischen Haushalt arbeiten können.“// Nach kurzem Überlegen sage ich: [["Wie ist das Zusammenleben zwischen Juden und Christen denn?"]] [["Gibt es denn noch andere Probleme mit dem Umzug?"]] [["Sind die Juden denn die Einzigen, die außerhalb der Stadt wohnen sollen?"]] [["Ich habe genug gehört. Lass uns weiter gehen."->Szene 4]] //„Die meiste Zeit schon, ja. Ich hoffe es bleibt so, wenn ihr jetzt umzieht. Denn ein paar Leute gibt es schon, die euch nicht wohl gesinnt sind. Und wenn ihr dann so weit in die Stadt laufen müsst, und die Leute sehen, dass ihr dort draußen schlechter wohnt als jetzt, dann werden sie vielleicht noch fieser sein, euch beschimpfen oder sogar mit Steinen bewerfen.“ // //"Moment… mit Steinen bewerfen?!“// //„Also die meiste Zeit leben wir schon friedlich miteinander. Wir handeln mit den anderen Bürgern, begegnen ihnen auf der Straße und unterhalten uns. Aber es gibt tatsächlich ein paar Leute, die Vorurteile gegen uns haben und dann ausfällig werden. Wenn etwas Schlimmes passiert, können wir uns aber beim Rat beklagen und der schreitet ein.“// (set: $Argument7 to "Auch so müssen wir unserer Nahrung nachgehen in schlechten Häusern und in Menschenmengen. Sollten wir immer einen weiten Weg in die Stadt gehen – alle, alte und junge, sind gegenüber uns unwillig mit Raufen, Werfen und Schlagen – wenn das Volk sieht, dass wir so schmählich wohnen, so werden solche nicht aufzuhalten sein.") Ich antworte: [["Gibt es denn noch andere Probleme mit dem Umzug?"]] [["Sind die Juden denn die Einzigen, die außerhalb der Stadt wohnen sollen?"]] [["Ich habe genug gehört. Lass uns weiter gehen."->Szene 4]] //„Ja allerdings. Am neuen Standort gibt es keine Brunnen und der Boden ist sehr sumpfig. Dort könnte man also nur schwer Keller bauen oder Brunnen graben. Dadurch käme ich nur schwer an Wasser und müsste weit laufen, um welches zu bekommen. Dann wäre es viel schwieriger, die Wäsche zu waschen, zu kochen, oder andere Arbeiten zu erledigen. "// (set: $Argument8 to "Auch findet man auf dem Wollgraben kein Trinkwasser oder einen Brunnen. Man kann dort keinen Keller bauen, der geeignet ist.") Ich sage: [["Sind die Juden denn die Einzigen, die außerhalb der Stadt wohnen sollen?"]] [["Ich habe genug gehört. Lass uns weiter gehen."->Szene 4]] //„Da hinten ist mein Haus!“// Doch bevor wir da sind, kommt uns schon wieder eine Frau entgegen. Diesmal hat Mosche gar keine Zeit, mir zu erklären, wer das ist, denn schon aus der Ferne ruft sie: //„Mosche! Gut dass ich dich sehe. Hat mein Mittel geholfen?“// //„Ja, sehr. Es tut kaum mehr weh.“// Schleunig dreht Mosche sich zu mir: //„Das ist Gitle, die Zahnärztin. Sie hat mich gestern wegen meiner Zahnschmerzen behandelt. Vor ein paar Tagen ist sie nach Frankfurt gekommen und wohnt jetzt vorübergehend bei uns, um alle zu behandeln, die Zahnschmerzen oder Zahnlücken haben.“// //‚Eine Zahnärztin?‘// denke ich. //‚Das ist ja seltsam.‘// Ich wundere mich: [["Ich wusste gar nicht, dass es auch jüdische Zahnärzte gab... ääh, gibt"]] [["Eine Frau, die als Zahnärztin arbeitet? Ich dachte, im Mittelalter... also, heute... naja, jedenfalls, ist das möglich...?"]] [["Wieso wohnt sie nur vorübergehend hier?"]] //„Doch, aber sicher. Gitle ist eine sehr gute Zahnärztin. Hier in Frankfurt hat sogar mal ein jüdischer Arzt gewohnt, der war so gut und hat so viel von Medizin verstanden, dass er städtischer Beamter wurde. Bei Gitle lassen sich sogar auch einige Christen behandeln, obwohl das eigentlich nicht erlaubt ist.“// Ich frage nach: [["Eine Frau, die als Zahnärztin arbeitet? Ich dachte, im Mittelalter... also, heute... naja, jedenfalls, ist das möglich...?"]] [["Wieso wohnt sie nur vorübergehend hier?"]] //„Warum denn nicht? Irgendwie muss Gitle ja auch ihr Geld verdienen. Sie ist nicht verheiratet und hat den Beruf von ihrem Vater gelernt.“// //„Warte mal. Zahnärzte, Käsemacher, das sind spannende Tätigkeiten. Was gibt es denn sonst noch für Berufe bei euch?“// Ich frage nach: [["Ich wusste gar nicht, dass es auch jüdische Zahnärzte gab... ääh, gibt"]] [["Wieso wohnt sie nur vorübergehend hier?"]] //„Wenn unsere Zahnleiden geheilt sind, wird Gitle in eine andere Stadt gehen, um Kunden zu finden. So kommt sie viel rum. Sicherlich hat sie einige Ideen, was wir in den Brief schreiben können.“// Das bringt mich auf eine Idee: [["Gitle, wir möchten dich etwas fragen."]] //"Bei uns in Frankfurt gibt es ein Problem: der Stadtrat will, dass wir umziehen. Und weil du so viel gereist bist, dachten wir uns, wir fragen dich mal, was du darüber denkst?“// //„Nun, was wollt ihr denn genau wissen?“// Ich stelle meine Frage: [["Hast du woanders mal von einem ähnlichen Problem gehört?"]] [["Wie denkst du als Medizinerin darüber?"]] //„Ich war bereits in Orten, wo wir Juden in abgetrennten Bereichen wohnen müssen. Aber dort sind die Gemeinden viel größer und die Judengassen liegen in der Stadt und nicht am Rand. So ist es für die Juden dort leicht, etwas zu unternehmen, wenn es Ärger gibt. Hier in Frankfurt wird das schwieriger.“// (set: $Argument10 to "Auch gnädige liebe Herren: Ihr mögt prüfen und feststellen, dass an all den Orten, wo abgeschlossene Gassen für die Judenschaft vorhanden sind, jeweils eine große Zahl von Juden leben und die Gassen dort liegen, wo es belebt ist. So können sie einigermaßen einem Unwillen widerstehen, falls jemand Hand an sie legen wollte. Wir sind aber nur wenige hier, so dass uns leicht Gewalt angetan werden kann, was Gott verhüten möge.") Das kommt mir bekannt vor: [["Von solchen Sorgen haben uns auch andere erzählt."]] //„Wenn die Tore zu sind, nachts und an Feiertagen, dann kämen wir gar nicht mehr in die Stadt und keiner könnte zu uns kommen. Das ist wirklich ein Problem: Stellt euch vor, ich könnte nicht zu meinen Patienten kommen. Und hier in Frankfurt gibt es auch keine jüdischen Hebammen. Wenn bei uns jemand schwanger ist und nachts ein Kind geboren wird, dann wäre die Versorgung sehr schlecht.“// (set: $Argument11 to "Auch falls unsere Weiber schwanger sind, benötigen wir Hebammen wie andere Leute, sowohl bei Nacht wie bei Tag. Diese würden wir nicht erreichen, denn wer wollte uns zu jeglicher Zeit die Stadt öffnen.") Ich sage: [["Von solchen Sorgen haben uns auch andere erzählt."]] //"Durch die Lage so weit weg vom Stadtzentrum kann es passieren, dass keine Hilfe in der Not kommt.“// //„Danke für deine Hinweise, Gitle. Nun aber flott zu meinem Vater, damit wir den Brief endlich schreiben. Mittlerweile haben wir schon einiges zusammengetragen, es wird Zeit, das auf Papier zu bringen.“// [[Weiter->Szene 5]] Bei Mosche zuhause ist es eng und dunkel, obwohl er in einem sehr schönen Haus wohnt. Durch die Eingangstür gehen wir die Treppe hoch und in ein Zimmer mit einem Tisch, einem Bett, und einem großen Schrank. Am Tisch sitzt ein Mann, der gerade in einem Rechenbuch rumkritzelt. //„Schau, das ist mein Vater Jakob“,// sagt Mosche zu mir, und zu seinem Vater: //„Grüß dich, was machst du gerade?“// //„Ich notiere mir die Zahlen für das Geschäft. Aber eigentlich bin ich etwas unkonzentriert, denn mir geht viel durch den Kopf, seit ich gestern erfahren habe, dass der Rat der Stadt uns umsiedeln will.“// Ich klinke mich ins Gespräch ein: [["Wie läuft das Geschäft?"]] [["Deshalb sind wir hier!"]] //„Noch läuft es ganz gut. Aber wenn wir umziehen müssen, wäre das sehr schlecht. Das Gebiet, wo wir dann wohnen müssten, ist klein und sumpfig. Dort können wir nicht die großen Häuser bauen, die wir benötigen, um unsere Waren zu verstauen. Schließlich arbeiten viele von uns im Warenhandel.“// (set: $Argument12 to "Außerdem sind wir nicht in der Lage zu bauen. Uns reichen nicht kleine Häuser, wie Handwerker sie haben, da wir der Leute Pfänder und Güter jeglicher Art in Verwahrung haben. Dafür benötigen wir Räume.") Ich verrate: [["Pass auf: Wir waren gerade beim Rabbi und haben mit ihm gesprochen."]] //„Ach ja? Was habt ihr denn vor?“// Mosches Vater kann ich es ja sagen: [["Pass auf: Wir waren gerade beim Rabbi und haben mit ihm gesprochen."]] //"Er möchte einen Brief an den Rat schreiben und ihn bitten, dass sie es sich anders überlegen. Deshalb möchte er, dass du und die anderen Gemeindevorsteher zur Synagoge kommen.“// //„Und wir haben schon mit einigen anderen Mitgliedern der Gemeinde gesprochen und gute Gründe gehört, warum der Umzug keine gute Idee ist. Vielleicht können wir die auch in den Brief schreiben.“// //„Das ist eine gute Idee. Ich habe mir auch schon Gedanken gemacht. Es würde zum Beispiel viel Geld kosten, umzuziehen, denn schließlich brauchen wir nicht nur Häuser, sondern auch eine neue Synagoge und Wohnungen für die Gemeindediener und den Rabbi, ein neues Schlachthaus, damit die Tiere koscher geschlachtet werden, und eine Wohnung für den Metzger. Und dann brauchen wir noch eine Mikwe, ein Ritualbad, um uns vor Gott zu reinigen. Alle diese Gebäude müssten gebaut werden, obwohl wir sie jetzt schon mitten in der Stadt haben.“// (set: $Argument13 to "Auch vorsichtige, gnädige, liebe Herren: wenn man uns eine andere Schul mit ihren Einrichtungen errichtete, dann wäre das sehr viel, was dazu gehört für unsere Bedürfnisse. Zur Schul benötigen wir eine Wohnung für den Schulklopfer (Gemeindediener), eine Wohnung für den Rabbiner, eine Wohnung für den Vorsänger und für unsere Metzger, die alle keine Zinsen zahlen müssen. Und solches ist alles in unserer Schul. Auch ein Kaltes Bad und einen Bau dazu unter der Erde möchten wir nicht entbehren. Dies müssen wir nachts gebrauchen, wenn wir nicht zum Main kommen können.") Ich verstehe das noch nicht so ganz und frage: [["Braucht ihr das denn wirklich alles?"]] [["Diese Mikwe, was ist das für ein Bad? Wascht ihr euch da drin?"]] //„Nun, um unseren Glauben zu leben, ist es wichtig, eine Synagoge und eine Mikwe zu haben. Und auch die Essensvorschriften wollen wir einhalten. Dazu brauchen wir einen eigenen Metzger, der vom Rabbi überwacht wird. Deshalb müssen alle diese Gebäude nah beieinanderstehen und nicht zu weit von unseren Wohnhäusern sein, vor allem, wenn wir das neue Wohnviertel, in das wir ziehen sollen, nicht immer verlassen dürfen, wenn wir wollen.“// Ich stelle fest: [["So viele Gründe, die gegen den Umzug sprechen. Ich denke, es ist an der Zeit, endlich den Brief zu verfassen.“]] //„Vor besonderen Anlässen, Feiertagen zum Beispiel, tauchen wir da unter. Es gibt ganz bestimmte Vorschriften. Aber die Mikwe ist nicht zur Körperreinigung. Dafür gibt es ein Badehaus.“// //„Stimmt, das hatte ich ganz vergessen! Es ist noch nicht so lange her, dass wir ein Badehaus gebaut haben, weil der Rat angeordnet hat, dass wir ein eigenes haben sollen. Vorher haben wir wie alle anderen Stadtbewohnern in den öffentlichen Badehäusern gebadet. Das Badehaus zu bauen war sehr teuer. Wenn wir es jetzt wegen des Umzugs wieder aufgeben müssen, wären alle diese Investitionen für die Katz.“// (set: $Argument14 to "Wir können auch ein richtiges Bad (Badehaus) nicht entbehren, woran es uns mangelte und wir deswegen unsere Herren häufig gebeten hatten, uns ein Bad zur Verfügung zu stellen; und schließlich hat Eure Ehrsamkeit uns gegönnt und angeordnet, wir sollten selbst eins bauen, da wir doch Grundstücke genug hätten … Also, gnädige liebe Herren, haben wir ein Bad gebaut und große Kosten dafür aufgewandt und vertrauen und glauben Eurer Gnade auch, dass ihr uns dabei belaßt, nachdem ihr uns allzeit Treu und Glauben bewiesen habt mehr als einige andere Herrschaften, Fürsten, Herren oder Städte. […]") Mein Entschluss steht fest: [["So viele Gründe, die gegen den Umzug sprechen. Ich denke, es ist an der Zeit, endlich den Brief zu verfassen.“]] //„Also gut, dann will ich mich auf den Weg zum Rabbi machen. Ihr Beide scheint wirklich aufmerksam gewesen zu sein. Wollt ihr nicht mitkommen und helfen, den Brief zu schreiben? Auf geht‘s.“// [[Weiter->Epilog]] Mosche, Jakob und ich eilen durch die Gassen zurück zur Synagoge. Was man alles in den Brief schreiben kann… wir haben wirklich viele gute Argumente gesammelt. Während ich schon so darüber nachdenke, was man in den Brief schreiben könnte, merke ich gar nicht, dass sich mein Schnürsenkel schon wieder gelöst hat. Zack! Und da liege ich aufs Neue auf dem Boden. So ein Mist! Doch als ich aufstehe, ist von Mosche und Jakob weit und breit nichts zu sehen. Ich bin wieder zuhause, genau an der Stelle, wo ich das erste mal gefallen bin... [[Weiter->Eine Woche später]] $Quelle (if:(history: where its name contains "\"Was habt ihr damals in den Brief geschrieben?\"")'s length >= 1)[$Argument1] (if:(history: where its name contains "\"Was könnte man denn unternehmen, um den Rat umzustimmen?\"")'s length >= 1)[$Argument2] (if:(history: where its name contains "\"Du gibst dich also auch nicht zufrieden mit der Entscheidung?\"")'s length >= 1)[$Argument3] (if:(history: where its name contains "\"Ruft doch die Polizei, wenn jemand euch angreift oder beraubt.\"")'s length >= 1)[$Argument4] (if:(history: where its name contains "\"Warum wäre das nicht so einfach?\"")'s length >= 1)[$Argument5] (if:(history: where its name contains "\"Was ist dein Problem mit dem Stadtrat?\"")'s length >= 1)[$Argument6] (if:(history: where its name contains "\"Wie ist das Zusammenleben zwischen Juden und Christen denn?\"")'s length >= 1)[$Argument7] (if:(history: where its name contains "\"Gibt es denn noch andere Probleme mit dem Umzug?\"")'s length >= 1)[$Argument8] (if:(history: where its name contains "\"Sind die Juden denn die Einzigen, die außerhalb der Stadt wohnen sollen?\"")'s length >= 1)[$Argument9] (if:(history: where its name contains "\"Hast du woanders mal von einem ähnlichen Problem gehört?\"")'s length >= 1)[$Argument10] (if:(history: where its name contains "\"Wie denkst du als Medizinerin darüber?\"")'s length >= 1)[$Argument11] (if:(history: where its name contains "\"Wie läuft das Geschäft?\"")'s length >= 1)[$Argument12] $Argument13 (if:(history: where its name contains "\"Diese Mikwe, was ist das für ein Bad? Wascht ihr euch da drin?\"")'s length >= 1)[$Argument14] Leider erfahre ich, dass er trotzdem nicht so erfolgreich war. Am Ende mussten die Juden trotz allem umziehen. [[Und wie es bei mir weiterging?]] //„Nun, es gibt ein paar Leute, die dort wohnen. Dennoch mache ich mir Sorgen, denn anders als wir arbeiten diese Leute auf den Feldern und sind den ganzen Tag nicht zuhause. Wenn nun etwas passiert, wenn Fremde kommen oder ein Brand ausbricht, dann ist keiner da, um zu helfen.“// (set: $Argument9 to "Auch die Leutchen, die in dieser Gegend ansässig sind, die haben kein anderes Auskommen als in den Wald oder auf das Feld zu gehen, so dass wir bei ihnen wenig Schutz finden und sie unser Geschrei nicht vernehmen können, falls wir in Not geraten.") Das bringt mich auf eine Idee: [["Wie ist das Zusammenleben zwischen Juden und Christen denn?"]] [["Gibt es denn noch andere Probleme mit dem Umzug?"]] [["Ich habe genug gehört. Lass uns weiter gehen."->Szene 4]] <br> <br> <br> (b4r:"solid","none","none")+(b4r-colour:white) <br>[Möchtest du von vorn beginnen? [[Spiel neu starten]]] <br> <br> [[Impressum]]Eine Woche später in der Schule: Die Lehrerin teilt ein Arbeitsblatt aus. Darauf, ich glaube meinen Augen kaum, der Brief der jüdischen Gemeinde an den Frankfurter Rat. Mein Freund Mosche hat wirklich gut aufgepasst: Alles, was wir gefunden haben, steht drin! [[Ich lese den Brief->Minispiel 4]] Und ich? Ich habe die Argumente genommen, die ich gefunden habe, und einen Brief an meine Eltern geschrieben, um ihnen zu erklären, was gegen einen Umzug spricht. Kaum zu glauben, aber mein Einsatz hat sie überzeugt: Sie wollen nochmal genau über alles nachdenken. Der geplante Umzug ist erst einmal vom Tisch. Und noch etwas haben sie mir versprochen: Dass sie bald mit mir ins Museum Judengasse gehen, damit ich schauen kann, wie es Mosche und den anderen an ihrem neuen Wohnort ergangen ist.''Vor dem Ghetto: Ein Abenteuer in Frankfurt'' <br> <br> <br> ''Ein Textadventure des Jüdischen Museums Frankfurt'' ''Autor:'' Alexander Schlepper ''Projektkoordination:'' Sophie Schmidt ''Beratung:'' Katja Janitschek, Michael Lenarz, Sven Eigler ''Umsetzung:'' Tanja Neumann <br> <br> (link:"Impressum")[(gotoURL:"https://www.juedischesmuseum.de/impressum/";)] (link:"Datenschutz")[(gotoURL:"https://www.juedischesmuseum.de/de/datenschutz/";)]